Im Herbst war das Rote Rathaus für die Grünen zum Greifen nah. Doch die Partei schafft es nicht, bürgerliche und antibürgerliche Schichten gleichermaßen anzusprechen.
So sehen Sieger aus: Voller Stolz werden die Berliner Grünen am kommenden Sonntagabend bei ihrer Party im Festsaal Kreuzberg auf ihren kräftigen Zuwachs verweisen. Nach 13,1 Prozent im Jahr 2006 werden sie dieses Mal bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus laut Umfragen bei 19 oder 20 Prozent liegen.
Autor: Matthias Kamann
Lesen Sie mehr: WELT ONLINE (14.09.2011)
München — Grünen-Fraktionschefin Renate Künast erwartet laut eigenem Bekunden, dass die neue Bundesregierung aus Union und FDP nicht um Steuererhöhungen herumkommt. "Sie bieten Steuersenkungen an. Es wird aber Steuererhöhungen geben, die die Allgemeinheit belasten", sagte Künast im Bayerischen Rundfunk. Einerseits habe inzwischen das Kanzleramt ein Haushaltsloch von rund 40 Milliarden Euro eingeräumt, andererseits werde die Wirtschaft nicht so stark wachsen, dass die von Union und FDP im Wahlkampf angekündigten Steuersenkungen finanziert werden ...
„Es geht nicht ums Kuscheln“
Renate Künast war Spitzenkandidatin der Grünen im Bundestagswahlkampf. Mit der designierten Fraktionschefin im Bundestag sprach Claudia Lepping über ihre Ambitionen, ihre Partei und die Rolle der Opposition.
Frau Künast, die Linkspartei beschwört nun einen „linken Block“ mit SPD und Grünen. Lassen Sie sich umarmen?In der Opposition geht es doch nicht ums Kuscheln. Wir sind eigenständig Grün und wollen in der Opposition die Meinungsführerschaft übernehmen. Ich weiß doch noch gar ...