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Joachim Gauck

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Der elfte Bundespräsident Deutschlands. / The President of Germany - former Lutheran pastor and anti-communist civil rights activist in East Germany.
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Biography

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GER: Joachim Gauck (* 24. Januar 1940 in Rostock) ist der elfte Bundespräsident Deutschlands. Vorher war er als evangelisch-lutherischer Pastor und Kirchenfunktionär, Volkskammerabgeordneter für Bündnis 90, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen sowie als Publizist tätig. Am 18. März 2012 wählte ihn die Bundesversammlung mit großer Mehrheit zum Bundespräsidenten. Gauck gehört keiner Partei an.

Zwischen 1982 und 1990 leitete er die regionale Kirchentagsarbeit in Rostock. Zur Zeit der friedlichen Revolution in der Deutschen Demokratischen Republik (Wende) wurde Gauck ein führendes Mitglied des Neuen Forums in Rostock. Am 18. März 1990 wurde er in die Volkskammer der DDR und von dieser am 21. Juni 1990 zum Vorsitzenden des Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des ehemaligen MfS/AfNS gewählt.

Gauck war ab dem 3. Oktober 1990 erster Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde (dann auch „Gauck-Behörde“ genannt), die den Nachlass des Staatssicherheitsdienstes verwaltet und zugänglich macht. Seit ihn im Oktober 2000 Marianne Birthler ablöste, engagiert sich Gauck gesellschaftspolitisch mit Vorträgen und Medienaktivitäten, etwa von 2003 bis 2012 als Vorsitzender der Vereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie“. Er ist einer der Initiatoren der Prager Erklärung und der Erklärung über die Verbrechen des Kommunismus. Gauck wurde mehrfach für Verdienste und Publikationen geehrt und ausgezeichnet.

 

Werdegang - Herkunft und Kindheit (1940–1951)

Gauck wurde 1940 in Rostock geboren. Sein Vater Wilhelm Joachim Gauck war Kapitän der Handelsmarine und Oberleutnant zur See der Reserve, die Mutter Olga, geb. Warremann, gelernte Bürofachfrau. Sie arbeitete als Bürovorsteherin in einem Anwaltsbüro. Die Eltern hatten 1938 geheiratet. Gaucks Vater absolvierte 1940 sein Kapitänsexamen mit Auszeichnung. Er war im Zweiten Weltkrieg u. a. für das Aufspüren von Minen zuständig und verbrachte die Kriegszeit überwiegend in Kasernen z. B. in Stralsund. Bei Kriegsende unterrichtete er an der Marine-Kriegsschule Flensburg den Offiziernachwuchs in Navigation und Gesetzeskunde. Beide waren NSDAP-Mitglieder, die Mutter ab 1932, der Vater ab 1934. Sie hatten drei weitere Kinder.

Vom Bombenkrieg war der bei Kriegsende fünfjährige Gauck in Wustrow auf dem Fischland kaum betroffen. Das unmittelbar an der Ostsee gelegene Haus von Gaucks Großmutter väterlicherseits wurde von der Roten Armee zu militärischen Zwecken requiriert und musste nach Gaucks Erinnerung später zu einem sehr niedrigen Mietzins an einen Großbetrieb verpachtet werden.

Ende 1945 zog die Mutter mit ihren drei Kindern zu den eigenen Eltern nach Rostock. Dort besuchte Gauck das Innerstädtische Gymnasium Rostock. Der Vater kehrte im Sommer 1946 kurz vor Gaucks Einschulung aus britischer Kriegsgefangenschaft zurück.

 

Schulzeit (1951–1958)

Gaucks Vater arbeitete nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft als Arbeitsschutzinspektor für Schifffahrt auf der Rostocker Neptun-Werft. Am 27. Juni 1951 wurde er in Wustrow von zwei Männern aufgesucht und unter dem Vorwand, es habe auf der Werft einen schweren Unfall gegeben, bei dem er helfen müsse, mit einem Auto abgeholt. Seither war er für die Familie zunächst spurlos verschwunden. Alle Nachforschungen bei der Volkspolizei, der Kriminalpolizei und der Staatssicherheit blieben ergebnislos. Dieses zwangsweise „Verschwindenlassen“ von Menschen – heute im internationalen Recht als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft – wurde damals systematisch und vieltausendfach angewendet.

Auch von dem Prozess vor einem sowjetischen Militärtribunal in Schwerin habe niemand erfahren. Das Urteil lautete auf zweimal 25 Jahre Freiheitsentzug, zum einen wegen angeblicher Spionage, zum anderen wegen „antisowjetischer Hetze“. Als Beweisstück für den zweiten Anklagepunkt habe eine bei Gaucks Vater gefundene nautische Fachzeitschrift westlicher Herkunft gedient. Der Vater kam in ein sibirisches Arbeitslager. Bereits nach einem Jahr habe er als „invalidisiert“ eingestuft werden müssen. Eingaben an staatliche Stellen und Gesuche an Wilhelm Pieck seien erfolglos geblieben, so Gauck in seinen Erinnerungen.

Er und seine beiden Geschwister seien zur totalen Ablehnung jener staatlichen Obrigkeit erzogen worden, der das spurlose Verschwinden des Vaters angelastet wurde:

„Das Schicksal unseres Vaters wurde zur Erziehungskeule. Die Pflicht zur unbedingten Loyalität gegenüber der Familie schloss auch die kleinste Form der Fraternisierung mit dem System aus. Das machen wir nicht, vermittelte uns die Mutter unmissverständlich. Ich hatte dieses Gebot so verinnerlicht, dass ich nicht einmal mehr durch die Freizeitangebote der FDJ in Versuchung geriet. Dafür lebte ich in dem moralisch komfortablen Bewusstsein: Wir sind die Anständigen. Intuitiv wehrte ich das Werben des Regimes für die Akzeptanz seiner moralischen und politischen Ziele ab, denn über uns hatte es Leid und Unrecht gebracht.“

Den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 beschrieb Gauck in seinen autobiographischen Aufzeichnungen als „elektrisierendes Erlebnis“. Auch auf der nahen Neptun-Werft streikten 5000 Arbeiter und forderten den Rücktritt der Regierung. Trotz der Niederschlagung des Aufstands zeigte sich für Gauck im Schulalltag vorübergehend eine Lockerung des streng „klassenkämpferischen“ Kurses.

Im September 1953 erfuhr die Familie, dass der Vater noch lebte und in einem sibirischen Arbeitslager interniert war, so dass es nun möglich wurde, Briefkontakt mit ihm aufzunehmen. Seine Rückkehr im Oktober 1955 als Folge der Moskauer Verhandlungen von Bundeskanzler Konrad Adenauer änderte nichts an der ablehnenden Haltung der ganzen Familie gegenüber dem SED-Regime. Gauck resümierte später, er sei „mit einem gut begründeten Antikommunismus aufgewachsen“.

 

Studium und Pastorenamt (1958–1989)

Bis zum Mauerbau 1961 nutzte Gauck diverse Gelegenheiten zu Reisen in den „Westen“, sah als Fünfzehnjähriger Paris, war auf Fahrradtour in Schleswig-Holstein unterwegs und besuchte häufig West-Berlin. Nach eigenen Angaben habe er jedoch nicht ernsthaft an ein „Rübermachen“ gedacht.

„Meine Heimat liebte ich seriös, meinen Westen wie eine Geliebte.“

Ein Jahr nach dem Abitur heirateten Joachim Gauck und seine Schulfreundin Gerhild „Hansi“ Radtke. Die kirchliche Trauung vollzog 1959 sein Onkel, der damalige Güstrower Domprediger Gerhard Schmitt. Gaucks Berufschancen waren in der DDR beschränkt. Sein Wunschberuf Journalismus schied unter DDR-Bedingungen für ihn von vornherein aus. Gauck entschied sich, von seinem Onkel bestärkt, gegen eine Lehre und für ein Theologiestudium, das er von 1958 bis 1965 in Rostock absolvierte. Dabei ging es ihm nach eigenem Bekunden anfänglich nicht um die Qualifizierung für eine Pfarrstelle, sondern vornehmlich um philosophischen Erkenntniszuwachs und Argumente gegen den obrigkeitlich verordneten Marxismus-Leninismus. Dafür boten die theologischen Fakultäten in der DDR einen Freiraum.

„Mein Weg zur Theologie war in der DDR nicht ungewöhnlich. Vor und nach mir haben sich viele aus ähnlichen Motiven für diesen Beruf entschieden – was das starke Engagement vieler Pastoren beim politischen Aufbau 1989 erklärt. […] Anders als die elterliche oder die staatliche Autorität bot der Glaube die Möglichkeit, sich einer Wahrheit anzuvertrauen, die von niemandem befohlen und von niemandem genommen werden konnte. Er vermittelte eine geheimnisvolle Kraft, die uns befähigte, den Minderheitenstatus durchzuhalten, mutig zu bleiben, wo andere sich schon angepasst hatten, und Anständigkeit, Treue und Glauben für wichtiger zu halten als Wohlstand, Karriere oder öffentlichen Erfolg.“

Nach seiner Heirat und den Geburten seiner Söhne 1960 und 1962, aber auch aufgrund von Schwierigkeiten im Studium, geriet Gauck in eine Orientierungskrise. Eine Studienverlängerung wurde ihm 1964 erst nach nervenärztlicher Begutachtung bewilligt. Auch nach Abschluss des Studiums hatte sich Gauck noch nicht für den Pfarrberuf entschieden. Erst während seines Vikariats in Laage stellte sich bei Gauck nach eigenen Angaben im Kontakt mit den Gemeindemitgliedern das Zutrauen ein, dem Pastorenamt als Person und im Glauben gewachsen zu sein.

„In der Begegnung mit den Gemeindemitgliedern aber habe ich die Angst verloren, vom Zweifel verschlungen zu werden. Ich konnte geistlich wachsen und selbst etwas ausstrahlen. Ich lernte, dass Glaube eigentlich ein Dennoch-Glaube ist, ein Glaube auch gegen den Augenschein; und dass es erlaubt ist, mit dem Zweifel in den Kreis der Glaubenden einzutreten, auch mit dem Zweifel zu leben und zu predigen. Ohne diese Erfahrung hätte ich das Leben als Pastor wohl nicht ausgehalten, denn oft gelangte ich an die Grenzen meiner theologischen Möglichkeiten.“

Nach seiner Ordination arbeitete er ab 1967 in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs als Pastor im ländlichen und vergleichsweise religiös geprägten Lüssow und ab 1971 in Rostock-Evershagen, wo Gauck nach eigenen Angaben erfolgreich in der Missionsarbeit und als Kreis- und Stadtjugendpfarrer tätig war.

Seit 1974 beobachteten Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) die Aktivitäten Gaucks. Demnach hatte er einem Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) gegenüber zum Beispiel im Mai 1974 die Regierung der DDR als „Clique“ bezeichnet, „die gemeinsam mit dem MfS und der NVA das Volk unterjocht“. Über einen Friedensgottesdienst 1982 heißt es: „G. zog in seiner Predigt zum Thema Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Frieden Vergleiche zum Faschismus in Deutschland und unserer sozialistischen Entwicklung in der DDR.“ Die Stasi-Offiziere empfahlen die „Einleitung von gezielten Zersetzungsmaßnahmen“. Über die tatsächliche Durchführung von Zersetzungsmaßnahmen gegen Gauck ist nichts bekannt. Zu dem guten Dutzend fundamentaloppositioneller Gruppen, die sich seit Mitte der 1980er Jahre in Mecklenburg und Vorpommern zusammenfanden, hatte er keinen Kontakt.

 

Journalistische Tätigkeit und politisches Engagement

Gauck trat in den zehn Jahren bis zu seiner Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten als Redner und Diskussionsteilnehmer bei verschiedenen Veranstaltungen und Talkshows auf. Von Januar bis November 2001 moderierte er in der ARD die 14-täglich ausgestrahlte WDR-Sendung Joachim Gauck.

Gauck war von 2003 bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten Vorsitzender des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“. Nach seiner Wahl trat er von diesem Ehrenamt zurück. Er plädiert für die Errichtung eines Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin.

Er ist einer der Erstunterzeichner der Prager Erklärung von 2008 und der Erklärung über die Verbrechen des Kommunismus von 2010.

Gauck ist Mitglied des Vereins Atlantik-Brücke und Mitglied im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Von 2001 bis 2004 war Gauck als Vertreter Deutschlands ehrenamtliches Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien. Er gehört zu den Referenten des Studienzentrums Weikersheim sowie des Veldensteiner Kreises.

Seit 2007 war er ehrenamtlich als Vorsitzender des Unabhängigen Gremiums zur Klärung von Stasi-Fragen des Deutschen Olympischen Sportbundes tätig. Mit dem Amtsantritt als Bundespräsident ist er aus dieser Tätigkeit ausgeschieden.

 

Nominierung für das Amt des Bundespräsidenten 2010

Gauck wurde auf Vorschlag der Vorsitzenden von SPD und Bündnis 90/Die Grünen für die Bundespräsidentenwahl am 30. Juni 2010 nominiert. Bereits 1999 war er als Kandidat diskutiert worden, damals allerdings nur innerhalb der CSU und auch nicht über das Stadium von „Vorüberlegungen“ hinaus.

Die Kandidatur stieß bei einigen früheren Mitstreitern Gaucks auf Kritik. Gleichzeitig warb eine Initiative für die Wahl von Joachim Gauck: „Keiner verkörpert den Geist der Freiheit mehr als Joachim Gauck.“ Von den Medien wurde Gauck, der in Umfragen viel Zustimmung erfuhr, öfters als „Kandidat des Volkes“ porträtiert. Es wurde herausgestellt, dass er mit seiner Vita und seiner politischen Einstellung ebenso gut Kandidat des konservativ-liberalen Lagers hätte sein können. Tatsächlich äußerten sich auch CDU- und FDP-Politiker wie Jörg Schönbohm und Holger Zastrow positiv zum Kandidaten Gauck. Dennoch wurden ihm, da CDU/CSU und FDP mit ihrem Kandidaten Christian Wulff 644 von den 1244 Mitgliedern der Bundesversammlung stellten, nur geringe Erfolgschancen eingeräumt. Allerdings erreichte Wulff erst im dritten Wahlgang mit 625 Stimmen knapp die absolute Mehrheit, während Gauck jeweils mehr als 30 Stimmen über die 462 Sitze von SPD und Grünen hinaus erhielt.

 

Privatleben und Familie

Gauck ist seit 1959 mit Gerhild „Hansi“ Gauck verheiratet und hat mit ihr vier Kinder. Diese waren in der DDR Repressionen ausgesetzt. Seinen beiden Söhnen wurde das Abitur in der erweiterten Oberschule bzw. ein Studium versagt. Sie reisten Ende 1987 mit ihren Ehefrauen und Kindern aus der DDR in die Bundesrepublik aus. Christian Gauck studierte in Hamburg Medizin und ist dort als Arzt tätig. Die älteste Tochter reiste im Sommer 1989 nach Bremen aus.

Seit 1991 lebt Gauck von seiner Frau getrennt; die Ehe wurde nicht geschieden. Gerhild Gauck betreibt in Rostock gemeinsam mit anderen die Begegnungsstätte Drehscheibe Marientreff. Gaucks Lebensgefährtin ist seit 2000 die Journalistin Daniela Schadt.

Gauck wohnt in Berlin-Schöneberg.

Am 8. August 2012 bekam Gauck in der St. Marienkirche den Ehrenbrief der Stadt Rostock und ist somit Ehrenbürger der Hansestadt.

 

Bundespräsident (2012)

Nach dem Rücktritt des Bundespräsidenten Christian Wulff am 17. Februar 2012 kündigte Bundeskanzlerin Merkel einen Vorschlag für die Nachfolge an, der auch die Zustimmung der Oppositionsparteien SPD und Grünen finden sollte; Gespräche mit der Partei Die Linke schloss sie aus. Joachim Gauck wurde zuerst wieder von der SPD und Bündnis 90/Grüne als Kandidat ins Gespräch gebracht. Am 19. Februar bekam Gauck zunächst die Unterstützung der FDP, später auf ihren Druck hin auch die der Union. Am Abend trafen sich die Parteispitzen von CDU/CSU, FDP, SPD und den Grünen im Kanzleramt und präsentierten Joachim Gauck als gemeinsamen Kandidaten. Am 20. Februar 2012 ergab eine Umfrage bei 1122 Befragten eine Zustimmung von 69 % für Gauck als Bundespräsidenten (16 % Ablehnung, Rest: keine Meinung).

Gaucks Stellungnahmen zu Sarrazin, Occupy Wall Street, Stuttgart 21, Hartz IV und Vorratsdatenspeicherung führten zu einer kurzen Kontroverse über seine Eignung für das Amt. Diese Debatte wurde insbesondere in sozialen Netzwerken im Internet geführt. Einzelne Politiker der Grünen kündigten daraufhin an, sich eine Ablehnung von Gauck vorzubehalten. Es wurde aber auch in einigen Medien die Ansicht vertreten, die Kritik reiße Gaucks Aussagen aus dem Kontext und dichte ihm Positionen an, die er nicht vertreten habe.

Am 18. März 2012 wurde Gauck von der 15. Bundesversammlung zum 11. Bundespräsidenten Deutschlands gewählt. Er erhielt 991 von 1228 gültigen Stimmen. Seine Amtszeit begann gemäß § 10 BPräsWahlG, als er nach der Verkündung des Wahlergebnisses in der Bundesversammlung dem Präsidenten des Bundestages Norbert Lammert die Annahme der Wahl erklärte.

Im Juli 2012 wurde bekannt, dass die Journalistin und Autorin Ferdos Forudastan neue Sprecherin von Bundespräsident Gauck wird. Forudastan gilt als Expertin für Migrations- und Integrationsfragen.

 

Quelle

 

 

ENG: Joachim Gauck (born 24 January 1940) is the current President of Germany (since 18 March 2012). A former Lutheran pastor, he came to prominence as an anti-communist civil rights activist in East Germany.

During the Peaceful Revolution, he was a co-founder of the New Forum opposition movement in East Germany, which contributed to the downfall of the Soviet-backed dictatorship of the Socialist Unity Party of Germany (SED). In 1990 he served as a member of the only freely elected People's Chamber for the Alliance 90. Following the Reunification of Germany, he was elected by the Bundestag as the first Federal Commissioner for the Stasi Archives, serving from 1990 to 2000. As Federal Commissioner, he earned recognition as a "Stasi hunter" and "tireless pro-democracy advocate," exposing the crimes of the former communist political police.

He was nominated as the candidate of the Social Democratic Party and the Alliance '90/The Greens for President of Germany in the 2010 election, but narrowly lost to Christian Wulff, the candidate of the government coalition. However, his candidacy was met by significant approval of the population and the media; Der Spiegel described him as "the better President" and the Bild called him "the president of hearts." After Christian Wulff had stepped down, Gauck was elected President with 991 of 1228 votes in the Federal Convention in the 2012 election, as a nonpartisan consensus candidate of the Christian Democratic Union (CDU), the Christian Social Union (CSU), the Free Democratic Party (FDP), the Social Democratic Party (SPD) and the Alliance '90/The Greens.

A son of a survivor of a Soviet Gulag, Gauck's political life was formed by his own family's experiences with totalitarianism. Gauck was a founding signatory of the Prague Declaration on European Conscience and Communism, together with Václav Havel and other statesmen, and the Declaration on Crimes of Communism. He has called for increased awareness of communist crimes in Europe, and for the necessity of delegitimizing the communist era. He is the author and co-author of several books, including The Black Book of Communism. His 2012 book Freedom. A Plea calls for the defense of freedom and human rights around the globe. He has been described by Chancellor Angela Merkel as a "true teacher of democracy" and a "tireless advocate of freedom, democracy, and justice." The Wall Street Journal has described him as "the last of a breed: the leaders of protest movements behind the Iron Curtain who went on to lead their countries after 1989." He has received numerous honours, including the 1997 Hannah Arendt Prize.

 

2010 presidential candidate

On 3 June 2010, Joachim Gauck was nominated for President of Germany in the 2010 election by the SPD and the Greens. Gauck is not a member of either the SPD or the Greens (although his former party in East Germany eventually merged with the Greens after reunification) and has stated that he would have accepted a nomination by the CDU as well. Gauck once described himself as a "leftist, liberal conservative" and after his nomination, stated: "I'm neither red nor green, I'm Joachim Gauck". The Frankfurter Allgemeine Zeitung described him as a liberal conservative.

Gauck is widely respected across the political spectrum and is very popular also among CDU/CSU and FDP politicians due to his record as an upstanding, moral person during the communist dictatorship as well as his record as a "Stasi hunter" in the 1990s. His main contender, Christian Wulff, and politicians of all the government parties, stated that they greatly respected Gauck and his life and work. Jörg Schönbohm, former Chairman of the CDU of Brandenburg, also supported Gauck.

The only party that in principle rejected Gauck as a possible president was the legal successor of the East German communist party, Die Linke, which interpreted the nomination of the SPD and Greens as a refusal to cooperate with Die Linke, a party which contains factions that are considered extremist by federal authorities. CSU politician Philipp Freiherr von Brandenstein argued that the election of Joachim Gauck would prevent any cooperation between SPD/Greens and the party Die Linke for years to come: "Gauck has likely made it perfectly clear to Gabriel that he will never appoint any of the apologists of the communist tyranny as government members". Die Linke nominated their own candidate, former journalist Luc Jochimsen and chose to abstain in the third ballot. Die Linke's refusal to support Gauck drew strong criticism from the SPD and Greens. Sigmar Gabriel, the SPD chairman, described Die Linke's position as "bizarre and embarrassing," stating that he was "shocked" that the party would declare Joachim Gauck their main enemy due to his investigation of communist injustice. According to Gabriel, Die Linke had manifested itself once again as the successor of the East German communist party. A politician of Die Linke compared the choice between Gauck and Wulff to the choice between Adolf Hitler and Joseph Stalin, drawing strong condemnation from the SPD and Greens.

In the election on 30 June 2010, Gauck was defeated by Christian Wulff in the third ballot, with a margin of 624 to 490.

Gauck was originally proposed as a presidential candidate for the Greens by Andreas Schulze, then communications adviser to the Greens in the Bundestag. Schulze was appointed as Gauck's spokesman in 2010, and again in 2012.

 

President of Germany - Election

Following the resignation of President Christian Wulff on 17 February 2012, Joachim Gauck was nominated on 19 February as the joint candidate for President of Germany by the government parties CDU, CSU and FDP, and the opposition SPD and the Alliance '90/The Greens. This happened after the FDP, the SPD and the Greens, which together alone controlled a majority in the electoral body, had strongly supported Gauck and urged the conservatives to support him. The SPD chairman, Sigmar Gabriel, said Gauck was his party's preferred candidate already on 17 February, citing Gauck's "great confidence among the citizens." Reportedly, Chancellor Merkel gave in to FDP chairman (and Vice-Chancellor) Philipp Rösler's staunch support for Gauck; the agreement was announced after the FDP presidium had unanimously voted for Gauck earlier on 19 February. He was thus supported by all major parties represented in the Federal Convention, except Die Linke, the successor party to the former East German communist party.

According to a poll conducted for Stern, the nomination of Gauck was met with high approval. The majority of the voters of all political parties represented in the Bundestag approved of his nomination, with the Green voters being most enthusiastic (84% approval) and Die Linke's voters least (55% approval); overall, 69% support him, while 15% oppose him. His nomination was "broadly welcomed" by the German media, which were described as "jubilant." However, his candidacy was criticized by Die Linke, and met with some other individual criticism; he was criticized by individual CSU members for not being married with the woman he cohabits with, and by individual politicians of the Greens, notably for his earlier statements on Thilo Sarrazin and the occupy movement. The SPD chairman, Sigmar Gabriel, however, stated that the reason that Die Linke as the only party did not support Gauck was its "sympathy for the German Democratic Republic."

David Gill was appointed head of Gauck's transition team.

On 18 March 2012, Gauck was elected President of Germany with 991 of 1228 votes in the Federal Convention. Upon accepting his election, he assumed the presidency immediately. The new President took the oath of office required by article 56 of Germany's Constitution on Friday 23 March 2012 in the presence of the assembled members of the Bundestag and the Bundesrat.

 

President of Germany - Administration

On 19 March 2012, David Gill was appointed head of the Bundespräsidialamt.

 

Personal life

Gauck married Gerhild "Hansi" Gauck (née Radtke), his childhood sweetheart whom he met at age ten, but the couple has been separated since 1991. They were married in 1959, at 19, despite his father's opposition, and have four children: sons Christian (born 1960) and Martin (born 1962), and daughters Gesine (born 1966) and Katharina (born 1979). Christian, Martin and Gesine were able to leave East Germany and emigrate to West Germany in the late 1980s, while Katharina, still a child, remained with her parents. His children were discriminated against and denied the right to education by the communist regime because their father was a pastor. His son Christian, who along with his brother decided to leave the GDR in early 1984 and was able to do so in 1987,. studied medicine in West Germany and became a physician.

Since 2000, his domestic partner has been Daniela Schadt, a journalist.

 

Source

 

 

18. Oktober 2012

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