Politicians and Election, Vote in Freedom, Actively Participate in Democracy, Vote for Change, Online referendum
Mahmoud Ahmadinejad

Mahmoud Ahmadinejad gewinnt die Wahl

Mahmoud Ahmadinejad 41%

button ElectionsMeter.com

Tag des Zorns in Teheran

 

Das Regime erklärt Amtsinhaber Ahmadinejad zum fulminanten Sieger der Präsidentenwahlen im Iran. Die Opposition wittert Wahlbetrug und zieht auf die Straße.

 

Präsidenten Wahl in Iran - Offizielles ErgebnisAuf dem Fatimi-Platz, im Zentrum Teherans, direkt neben dem Innenministerium stehen die mit den dunkelgrünen Uniformen. Das ist ungewöhnlich und ein schlechtes Zeichen. Denn die Uniformierten gehören einer Polizeispezialeinheit der berüchtigten Revolutionsgarden an. Und die fackeln nicht lange und stürmen mit ihren Schlagstöcken hinter dem kleinen Grüppchen von Studenten her, die sich auf dem Platz versammelt haben, um gegen das zu protestieren, was ein paar Meter weiter im Innenministerium stattfindet: die Verkündung des amtlichen Ergebnisses der iranischen Präsidentschaftswahlen.

Beschwerde beim Wächterrat

Offiziell kommt der gegenwärtige Präsident Mahmoud Ahmadinejad auf 63 Prozent der Stimmen, sein größter Herausforderer Mir-Hossein Moussavi auf nur 34 Prozent. Der Innenminister Sadeq Mahsouli erklärt, dass 85 Prozent von Irans 46 Millionen Wahlberechtigten am Freitag an der Abstimmung teilgenommen haben – ein neuer Rekord. Und doch ist der neue Präsident der alte, fast so, als hätten im Iran nie Wahlen stattgefunden.

Die Opposition spricht nach dem Erdrutschsieg Ahmadinejads von einer Art Putsch und zweifelt das Ergebnis an. Eine Kommission lokaler Wahlbeobachter, die während der Präsidentschaftswahlen von den Oppositionskandidaten ausgesandt worden war, um über Verletzungen des Wahlrechts zu berichten, hat angekündigt, beim Islamischen Wächterrat, einem der höchsten Gremien des Landes, Protest einzulegen und fordert eine Neuwahl.

Khameneis Machtwort

Doch sie haben schlechte Karten. Denn der Oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Khamenei hat Ahmadinejad kurz nach der Verkündung des amtlichen Endergebnisses bereits in einer Fernsehansprache gratuliert. Er verklärte das Wahlergebnis zu einer „göttlichen Beurteilung“ und rief alle Kandidaten auf, den Präsidenten zu unterstützen. Revolutionsführer Khamenei hat in allen wichtigen innen- und außenpolitischen Fragen im Iran das letzte Wort.

Hatte Ahmadinejads Gegenkandidat Mir-Hossein Moussavi sich noch am Vorabend kurz nach Schließung der Wahllokale in einer Art Präventivschlag in einer Pressekonferenz zum „definitiven Sieger“ erklärt, hüllte er sich am nächsten Tag zunächst in Schweigen. Eine Pressekonferenz am Morgen und eine weitere am Mittag wurden kurzfristig abgesagt.

Er meldete sich lediglich auf seiner Webseite zu Wort. „Ich werde nicht vor dieser gefährlichen Manipulation kapitulieren“, schrien er und rief seine Unterstützer auf, „dem Regime der Lügen und der Diktatur zu widerstehen.“ Die Menschen würden niemals jene respektieren, die an diesem Betrug teilgenommen haben. „Die Verkündung von Ahmadinejad als Sieger ist ein Verrat an den Stimmen der Menschen“, heißt es in der Erklärung weiter.


Moussavi steht vor der schwierigen Entscheidung, wie viel Ärger er machen möchte. Ruft er seine Anhänger auf die Straße, um gegen das Wahlergebnis zu protestieren, riskiert er einen Zus. mmenstoß mit der Staatsmacht.

...continues

von KARIM EL-GAWHARY (TEHERAN) 

 

Quelle: 13.06.2009 - Die Presse.com


cici -
Flag it!no spam

ElectionsMeter is not responsible for the content of the text. Please refer always to the author. Every text published on ElectionsMeter should include original name of the author and reference to the original source. Users are obliged to follow notice of copyright infringement. Please read carefully policy of the site.

Back to poll: > Iran > Politicians > Mahmoud Ahmadinejad
 
load menu