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Deutsche Wiedervereinigung

Deutsch-deutsche Liebesgeschichten

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von Edda Neumann - 12.01.2009

 

Bundesminister Wolfgang Tiefensee startete im Dezember einen bemerkenswerten Aufruf: Gemeinsam mit der Berliner Zeitung wurden Ost-West-Paare gesucht, die ihre ganz persönliche Geschichte zur deutschen Einheit schildern. Die Resonanz war enorm. Als Auftakt zur Veranstaltungsreihe „20 Jahre Mauerfall“ empfing Tiefensee am 9. Januar 100 Ost-West-Paare vor dem Brandenburger Tor und in der Akademie der Künste.

 

Seit den letzten zwei Jahrzehnten sind deutsch-deutsche Liebesgeschichten fast schon alltäglich geworden. Und doch sind sie ein schöner Beweis für die deutsche Einheit. Ohne den Mauerfall 1989 hätten sich diese Paare kaum kennen gelernt oder würden heute gar zusammen leben.
Ihr aufeinander Zugehen und ihr Humor im Umgang mit der Vergangenheit sollten Vorbild für das weitere Zusammenwachsen Deutschlands sein. Ob es nun Viertel drei oder Viertel nach zwei heißt, spielt bei diesen Paaren keine Rolle mehr.

 

Ost und West passen gut zusammen

 

Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr-, Bau- und Stadtentwicklung und Beauftragter für die neuen Länder, begrüßte die vielen Paare vor dem Brandenburger Tor, die trotz eisiger Kälte erschienen waren. Bei der anschließenden Diskussionsrunde in der Akademie der Künste zeigte sich ein bunt gemischtes Publikum: Paare mit und ohne Kinder, jung und alt oder gleichen Geschlechts sind dem Aufruf gefolgt.

 

Die Paare seien ein schönes Beispiel für die soziale Einheit Deutschlands. Das Jahr 2009 soll die Menschen noch mehr zusammen bringen. Redet mit einander ohne Vorbehalte, so der Minister.

 

Dieses Jubiläum solle die deutsche Einheit feiern, ohne bestehende Probleme auszublenden, betonte Tiefensee. Das Wort `Wende´ benutze er ungern, da es von Egon Krenz geprägt wurde. Lieber spreche er von der friedlichen Revolution. Denn es seien vor allem die Menschen in der DDR gewesen, die den Mauerfall erst möglich gemacht hätten.

 

Wie erlebten die Paare den Mauerfall?

 

Als Gäste sprachen Ulrike Poppe, Bürgerrechtlerin der ehemaligen DDR, und ihr Mann, der Politologe Claus Offe, über ihr Kennenlernen und das Überwinden der kleinen Ost-West-Unterschiede. Noch vor über zwanzig Jahren hätten beide es sich nicht träumen lassen, dass eines Tages die Mauer nicht mehr da sein würde und Deutschland wieder vereinigt sei.

 

Beide lernten sich 1998 auf einer Wahlkampfveranstaltung von Joschka Fischer kennen. Damals stellten sie fest, dass sie in der gleichen Straße in Berlin Prenzlauer Berg wohnten. Später zogen sie in benachbarte Wohnungen, durchbrachen eine Wand zwischen beiden Wohneinheiten und erlebten auf diese Weise ihre ganz persönliche Einheit.

 

Tiefensee wünschte den Paaren und allen Bürgern wieder jene Aufbruchstimmung von 1989. Denn bisher sei schon vieles erreicht worden, aber es müsse noch viel getan werden, wie zum Beispiel die Lohnangleichung zwischen Ost und West, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, bemerkte Tiefensee optimistisch.

 

Zugleich rief der Beauftragte der neuen Länder zu einem öffentlichen und bundesweiten Dialog über die deutsche Einheit auf. Auf der Internetseite www.unsere-deutsche-Einheit.de kann jeder bis zum 9. Februar 2009 seine Wahrnehmung des Mauerfalls und der Wiedervereinigung präsentieren. Die Beiträge fließen in die Ausw. rtung des Forschungsprojektes „Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit“ ein. Später sollen die interessantesten Beiträge veröffentlicht werden.

 

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